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Ungelesen 02.12.18, 18:48   #1
Benutzerbild von Kundendlenst
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Kundendlenst
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Hartz IV und 5er BMW: Staatsanwalt sagt, wie dreist Betrüger vorgehen

Zitat:
“Jemand kam mit einem Mercedes AMG zum Amt, ein Auto mit über 500 PS. Es ist schwierig, so etwas mit Sozialhilfe zu finanzieren.”

Wer Hartz IV bezieht, ist arm.

Einerseits ist das eine bittere Wahrheit. Andererseits eben doch nicht immer.

Während in Deutschland rund 15,5 Millionen Menschen von Armut bedroht sind, gibt es immer wieder Menschen, die trotz solider finanzieller Lage Geld aus dem Sozialsystem ergaunern. Besonders im Zuge von Clan-Kriminalität kommt es zu Hartz-IV-Betrug.

Im “Spiegel” berichtet der Duisburger Oberstaatsanwalt Stefan Müller von den Ermittlungen vor einem Jobcenter in der Stadt.

5er BMW oder AMG Mercedes: Wie kann das sein?
Er sagt: “Wir haben sieben Wagen beschlagnahmt, bei denen der Fahrer Sozialleistungen bezog, in den meisten Fällen Hartz IV, das Auto aber nicht angegeben hatte.”



Die Schuldigen seien teils gar mit einer Mercedes E-Klasse oder einem 5er BMW vorgefahren. “Jemand kam mit einem Mercedes AMG zum Amt, ein Auto mit über 500 PS. Es ist schwierig, so etwas mit Sozialhilfe zu finanzieren”, sagt er.

Zum Hintergrund: Die Grenze für den Wert eines Autos liegt bei Hartz-IV-Empfängern bei 7500 Euro. Ist das Auto wertvoller muss es auf das Vermögen angerechnet werden und möglicherweise verkauft werden.

Problematisch wird es für die Ermittler, den wahren Besitzer der teuren Autos festzustellen. Staatsanwalt Müller sagte dem “Spiegel”: “In einem Fall lief der Wagen auf einen 19-Jährigen aus einer anderen Stadt, auf den gleichzeitig acht teure Wagen zugelassen sind. Womöglich ist das eine Scheinhalterschaft, wir ermitteln da noch.”

In anderen Fallen war das Auto etwa auf Nachbarn oder gar die Putzfrau eines Familienmitglieds zugelassen.

Nicht immer geht es um Clan-Mitglieder
Neben Autos seien bei den Verdächtigen noch andere wertvolle Gegenstände gefunden worden: etwa Luxusuhren und teure Klamotten. Möglicherweise nicht nur ein Indiz auf Sozialbetrug, sondern auch auf andere kriminelle Machenschaften.

Dennoch: Längst nicht immer haben diese Betrugsmaschen etwas mit Clan-Kriminalität zu tun. Es gebe jedoch Schnittmengen.

“Unter den Leuten, die uns als Mitglieder von Clans aufgefallen sind, findet sich kaum jemand, der ein legales Einkommen hat. Die Leute tragen hochwertige Klamotten, haben teure Smartphones und Autos, gleichzeitig sind sie arbeitslos gemeldet”, sagt Müller.
https://www.huffingtonpost.de/entry/...b0606a15b60c73

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Ungelesen 05.12.18, 23:28   #2 Top
Benutzerbild von melli0815
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melli0815
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Hartz IV und 5er BMW: Staatsanwalt sagt, wie dreist Betrüger vorgehen

Gähn... Endlich mal wieder Hartzer-Bashing.

Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen nicht ihr ganzes Hab und Gut verschleudern wollen, um dann damit ihren Hartz-IV-Satz selbst zu finanzieren. Wenn man Menschen nicht arbeiten lässt, darf man sich halt nicht darüber beschweren, dass sie nicht arbeiten gehen.

Und ganz nebenbei sollten weder die Medien, noch die Politiker ihre Klappe all zu wei aufreißen. Die Medien nicht, weil sie ja zumindest teilweise immer noch der Ansicht sind, ein Hartzer bekäme Hartz-IV und zusätzlich Kindergeld und womöglich auch noch die Stomkosten bezahlt. Oder auch unsere Politiker, die einerseits bei der Arbeitslosenstatistik tricksen (bescheißen trifft es besser), um die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen zu verschleiern.
Beispielsweise, indem erkrankte oder zu alte (ab 58 J.) ALG-2-Empfänger aus der Statistik herausgerechnet werden.
Oder auch Arbeitslose, die an Maßnahmen teilnehmen.
Die werden dann übrigens "Unterbeschäftigte" genannt. "Arbeitslose" wäre wohl zu offensichtlich.

Und nicht zu vergessen der Beschiss, wenn der Regelsatz mal wieder künstlich kleingerechnet werden soll.
Nicht nur, dass die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die zur Berechnung des Regelsatzes herangezogen wird, der tatsächlichen Entwicklung ständig um mehrere Jahre hinterherhinkt,
Bspw. stammt die EVS für die Berechnung des Regelsatzes des Jahres 2013 aus dem Jahr 2008, war also seit fünf Jahren veraltet.
Ähnlich sieht es mit der Neuberechnung im Jahr 2018 aus, die natürlich ebenfalls wieder veraltete Werte beinhaltet.
Im Übrigen war eigentlich bereits das Jahr 2017 der vorgeschriebene Termin zur Neufestlegung des Regelsatzes. Da man aber offensichtlich mit Tricksen und Kleinrechnen nicht rechtzeitig fertig geworden war, wurde der Regelsatz nur pauschal um 5,-€ erhöht und der Regelsatz dann erst 2018 gemäß der EVS neuberechnet.

Dabei ist übrigens auch reichlich getrickst worden. Nachdem unsere damalige Regierung im Jahr 2010 vom Bundesverfassungsgericht eine Klatsche bekommen hatte, musste ja der die Regelsatzberechnung transparent gemacht und neu geregelt werden.
Bei der Gelegenheit hat man dann gleich die Berechnungsgrundlage geändert (nicht mehr die untersten 20% der untere Einkommen, sondern nur noch die untersten 15%) und außerdem auch gleich die Rentenbeiträge (bisher nur 75% der "normalen Beiträge) gleich ganz gestrichen.
Wer von Hartz-IV lebt, zahlt also nicht mehr in die Rentenkasse ein und trägt damit ein ungleich höhere Risiko, auch im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein.

Menschen (u.a. Arbeitnehmer) sind gegeneinander aufgehetzt worden und massiv in Konkurrenz gestellt worden. So lassen sie sich besser und BILLIGER von Unternehmen ausbeuten.
Armut ist in diesem Land politisch gewollt!

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